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Was ist das Zika Virus?

Das Zika Virus ist ein, meist von Mücken übertragenes, Virus, das Symptome wie Hautausschlag, Kopf-, Muskel-, und Gelenkschmerzen sowie Fieber und Bindehautentzündungen hervorrufen kann. Diese Zika Virus Symptome werden allgemein aber als milder empfunden als bei vergleichbaren, durch Mücken übertragende tropische Erkrankungen wie z.B. Malaria.

Gefährlich ist jedoch, das eine Folge einer Zika Virus Infektion, eine Fehlbildung von ungeborenen Kindern im Mutterleib sein kann. Das Zika Virus ist daher für Schwangere besonders gefährlich.

Erstmals entdeckt wurde das Zika Virus Ende der 1940er Jahre bei einem Affen in Uganda. Jedoch beschränktz sich die Verbreitung des Zika Virus nicht nur auf Afrika, es wurde auch bereits in Asien festgestellt. Auch in Brasilien sowie Mittel- und Südamerika gab es in den letzten Monaten viele Fälle einer Zika Virus Infektion. Dies ist insbesondere in Hinblick auf Olympia 2016  in Rio mitunter sehr problematisch.

Zika Virus Verbreitung

Zika Virus Verbreitung Weltkarte

Vrebreitung des Zika-Virus

Legende: ROT Gebiete in denen sich das Zika-Virus aktuell rasant ausbreitet | GELB Gebiete in denen vereinzelte Fälle gemeldet werden | BLAU Keine akuten Zika Virus Erkrankten, aber Erkrankungen in den letzten Monaten | GRÜN Aktuelle keine Zika Erkrankungen

 

Bisher wurde das Zika Virus in großen Teilen von Mittel- und Südamerika gefunden. In diesen Gebieten ist die Verbreitung des Zika Virus sehr hoch und steigt schnell an. Auch in Teilen von Indonesien, Thailand, Vietnam und den Philippinen gibt es vereinzelte und teils auch gehäufte Fälle einer Zika Virus Infektion. In diesen Regionen sind die Fiji Inseln, Mikronesien und die Marshall Inseln sowie Vietnam besonders betroffen.

Zika Symptome – Was sind die Anzeichen für eine Infektion?

Die Symptome einer Zika Infektion sind recht unspezifisch und ähneln denen andere durch Mücken übertragener Krankheiten, wie zum Beispiel dem Denguefieber, werden in der Regel aber von den Betroffenen als milder empfunden. Meist treten nach 3-11 Tagen nach einer Infektion die ersten Zika Symptome wie Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Hautausschlag, Bindehautentzündungen und Fieber auf. Die Symptome halten, in den meisten Fällen, etwa eine Woche an und klingen dann wieder ab. In vielen Fällen verläuft eine Zika Infektion ohne große Komplikationen und muss nicht stationär behandelt werden. Zwar gab es bisher vereinzelte Zika Todesfälle, diese betrafen aber wohl hauptsächlich sehr geschwächte Patienten mit schweren Vorerkrankungen.

Ein großer Teil der Zika Erkrankungen läuft läuft vermutlich vollkommen symptomfrei ab, daher merken die Betroffenen nichts von einer Infektion.

Ein Zusammenhang zwischen einer Zika Infektion in der Schwangerschaft und Fehlbildung des Gehirns ungeborener Kinder ist allerdings mittlerweile sehr stark anzunehmen. Ebenso kann es unter Umständen zum so genannten Guillan-Barré-Syndrom, einer Erkrankung der Nervenbahnen, die sich vom Rückenmark und Organen bis hin zum Rückenmark ziehen, kommen. Dies ist zwar sehr selten, kann aber schwere Konsequenzen haben.

Zika Übertragung – Wie wird das Zika Virus übertragen?

Aktuell existieren für das Zika Virus zwei als gesichert zu betrachtende Übertragungs-Vektoren.

Der wohl häufigste ist die Übertragung von Zika Viren über den Stich durch infizierte Mücken. Besonders die Gelbfiebermücke, die in vielen Teilen der Tropen und Subtropen sehr verbreitet ist, aber auch die asiatische Tigermücke kann das Zika Virus übertragen. Die asiatische Tigermücke ist, im Gegensatz zur Gelbfiebermücke, auch sehr vereinzelt in Süddeutschland gesichtet worden.

Der zweite Zika Übertragungsweg ist ähnlich wie bei sexuell übertragbaren Krankheiten. Durch Geschlechtsverkehr kann das Zika Virus auf eine Frau oder einen Mann weiter übertragen werden. Es scheint so, dass sich das Zika Virus im Sperma befindet, dies auch noch nachdem die Symptome der Infektion bereits abgeklungen sind. Wie lange sich das Virus noch im Sperma eines Mannes befinden kann ist bislang unklar.

Obwohl auch im Urin und Speichel von Zika Patienten das genetische Material des Zika Virus nachgewiesen werden konnte, ist bislang unklar ob sich das Virus auch auf diesem Weg durch Kontakt übertragen kann.

Zika Therapie – Wie kann eine Zika Infektion behandelt werden?

Bislang gibt es keine Medikamente die zielgerichtet gegen das Zika Virus eingesetzt werden können. Eine Behandlung der Symptome, besonders mit fiebersenkenden und schmerzlindernden Medikamenten, und Ruhe sowie ausreichend Flüssigkeit ist bisher die gängigste Zika Therapie.

Zika Impfung – Warum gibt es noch keinen Zika-Impstoff?

Da die Zika Infektion bei den aller meisten Patienten komplikationslos und oft auch symptomfrei abläuft, war das Zika Virus bisher noch nicht im Fokus der Impfstoffentwicklung. Dies hat sich aber mit Blick auf Olympia 2016 geändert. Momentan wird mit Hochdruck an einem Zika Impfstoff geforscht.

Zika Diagnose – Wie lässt sich eine Infektion nachweisen?

Bei Verdacht auf eine Zika Infektion, zum Beispiel nach einer Reise in die betroffenen Gebiete und entsprechende Symptome lässt sich das Zika Virus giagnostisch innerhalb der ersten Tage der Erkrankung sowohl im Blut als auch im Urin nachweisen. Nach Abklingen der Symptome ist ein Nachweis über Antikörper-Diagnostik möglich.

 Wie kann man sich am Besten vor einer Zika Infektion schützen?

Da momentan noch kein Zika Impfstoff entwickelt und dadurch keine Impfung möglich ist, sollten Reisende, die sich in Länder mit erhöhter Ansteckungsgefahr begeben vor der Reise umfassend reisemedizinisch beraten lassen.

Am wirkungsvollsten ist der Schutz vor Mücken durch geeignete Massnahmen wie Insektenschutzmittel, engmaschige Mückengitter oder lange Kleidung. Auch ein Aufenthalt im freien nach Einbruch der Dämmerung kann das Risiko von einer infizierten Mücke gestochen zu werden erhöhen.

Sollten nach der Rückreise nach Deutschland Zika Symptome auftreten ist unbedingt ein Arzt aufzusuchen und auf die Reise in eines der gefährdeten Gebiete hinzuweisen. Hierfür eignet sich besonders ein auf Tropenmedizin spezialisierter Arzt oder auch ein Institut für Tropenmedizin.

Um den zweiten Übertragungsweg einer Zika Infektion zu vermeiden ist ein Schutz beim Geschlechtsverkehr durch Kondome angeraten. Das gilt im Falle einer Schwangerschaft unbedingt bis zum Ende der Schwangerschaft. Eine Schwangerschaft sollte, wenn möglich, frühestens 8 Wochen nach der Rückkehr aus einem der gefährdeten Gebiete, angestrebt werden.

Weitere Informationen zu notwendigen Schutzmaßnahmen finden Sie auch auf den Seiten des Auswärtigen Amtes.

Mehr Informationen zum Zika Virus finden Sie beim Robert-Koch-Institut und dem Auswärtigen Amt.

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