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Zika Virus in der Schwangerschaft

Eine Infektion mit dem Zika Virus verläuft in vielen Fällen ohne Komplikationen oder sogar völlig ohne Symptome. In der Schwangerschaft kann das Zika Virus jedoch schwere Komplikationen hervorrufen und zu Fehlbildungen des Gehirns, auch pränatale Mikrozephalie genannt, bei ungeborenen Kindern führen. Zudem kann es zu weiteren Fehlbildungen, einer Plazentainsuffizienz oder auch einer Wachstumshemmung des Fötus führen. In schlimmen Fällen kann dies sogar zum Tod des ungeborenen Kindes führen.

Besonders risikoreich ist, laut aktuellen Erkenntnissen, eine Zika Infektion im ersten Drittel einer Schwangerschaft. Hier können durch eine Zika Infektion verursachte Fehlbildungen bei Föten zu geistigen Behinderungen oder schweren neurologischen Erkrankungen führen.

Derzeit geht das brasillianische Gesundheitsministerium, nach Angaben der WHO, von mehr als 7000 Fällen von Fällen aus, bei denen bei Neugeborenen Schäden am Zentralen Nervensystem oder Mikrpzephalie aufgetreten sind. Diese Zahl bezieht sich auf die Neugebornen seit Oktober 2015.
Zusätzlich wurde bei durch Fehlbildungen betroffenen oder verstorben Neugeborenen der Zika Virus im Gehirn nachgewiesen. Neben Brasilien ist auch Französisch Polynesien von einem starken Anstieg von Hirnfehlbildungen bei Neugeborenen betroffen.

Todesfälle bei Erwachsenen sind selten und gehen meist mit schweren Vorerkrankungen einher. Bei Kindern sind besonders schwere Verläufe einer Zika Infektion bisher nicht bekannt.

Ist es sicher, dass der Zika Virus für Fehlbildungen bei Neugeborenen sorgt?

Durch die Ergebnisse verschiedener Studien zum Zika Virus die zu verschiedenen Aspekten des Zika Virus gelaufen sind, ist es es als erwiesen anzusehen, dass der Zika Virus die Ursache für eine spezielle Form der Mikrozephalie ist, die Hirnfehlbildungen bei Neugeborenen auslöst.

Epidemiologische Studien aus den betroffenen Ländern Brasilien und Französisch Polynesien und auch Kolumbienm zeigen, dass die Zahl der an Mikrozephalie und anderen Hirnfehlbildungen Neugeborenen seit Ausbreitung des Zika Virus angestiegen ist. Auch wurde das Virus im Gewebe und im Fruchtwasser der betroffenen Neugeborenen nachgewiesen.

Zika Viren sind, so erste Erkenntnisse über die biologischen Mechanismen einer Zika Infektion, in der Lage die neuronalen Vorläuferzellen im Gehirn eines Fötus zu schädigen. Diese Erkenntnisse sind aber erst der erste Schritt zum genauen Verständnis der biologischen Mechanismen des Zika Virus.

Wie können sich Schwangere vor einer Zika Infektion schützen?

Momentan geht man von zwei primären Wegen aus, über die eine Infektion mit dem Zika Virus erfolgen kann. Zum einen kann der Zika Virus bei schwangeren über den Stich einer infizierten Mücke erfolgen, zum anderen ist auch eine Zika Infektion über sexuellen Kontakt mit einem infizierten Mann möglich. Der Zika Virus lies sich bei Männern, auch nach abklingen der Symptome, noch im Sperma nachweisen. Wie lange das Virus dort überleben kann ist noch nicht geklärt.

Daher sollte vor Einreise in ein gefährdetes Gebiet unbedingt ein Tropenmediziner oder Reisemediziner kontaktiert werden. Um die Gefahr einer Ansteckung durch infizierte Mücken zu minimieren sollten sich Schwangere nach EInbruch der Dämmerung nicht mehr ungeschützt im freien aufhalten. Auch regelmäßiges Auftragen von Insektenschutzmitteln ist ratsam.

Bei sexuellem Kontakt sollte immer mit einem Kondom verhütet werden. Dies zur Sicherheit auch bis zur Geburt des Kindes, auch wenn nach der Rückkehr aus einem gefährdeten Gebiet keiner der beiden Partner Zika Symptome zeigt, denn eine Zika Infektion kann auch völlig symptomfrei verlaufen.

Ist eine Zika Infektion ein Risiko für eine spätere Schwangerschaft?

Bisher gibt es keine Hinweise, dass eine ausgeheilte und überstandene Infektin durch das Zika Virus ein erhöhtes Risiko für eine spätere Schwangerschaft darstellt. Zur Sicherheit sollte mit einer geplanten Schwangerschaft jedoch gewartet werden bis die Zika Infektion vollständig überstanden ist und auch beim Mann kein Zika Virus mehr im Sperma des Mannes vorhanden ist. Die WHO und das Auswärtige Amt empfehlen Paaren, die eine Schwangerschaft planen und in eines der Zika Risikogebiete reisen, mit der Schwangerschaft mindestens 8 Wochen nach der Rückkehr zu warten. Sollte einer der Partner eine Zika Infektion erleiden oder Symptome zeigen, empfiehlt es sich mit einer Schwangerschaft, so die WHO, mindestens 6 Monate zu warten.

Zika Impfungen & Behandlung

Bisher gibt es noch keine Zika Impfungen oder Impfstoffe. Deren Entwicklung wird wohl auch noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Auch eine Zika Behandlung oder Therapie ist noch nicht verfügbar. Bisher werden lediglich die Symptome wie Kopfschmerzen oder Fieber symptomatisch behandelt. Eine Verhinderung der Infektion ist daher momentan der beste Schutz!

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